Dabei hatte der Tag für Benjamin Karl nicht gerade gut begonnen! In der Qualifikation brach ein Keil am Brett des Niederösterreichers, der sich als 15. gerade noch ein Ticket für das Finale der Top-16 sichern konnte. „Wir haben dann zwischen der Qualifikation und dem Finale das Set-Up wieder in Ordnung gebracht, danach haben auch die Schwünge auf der Backside wieder funktioniert“, berichtete Benjamin Karl.
Dem Niederösterreicher konnten dann auch ständige Kurswechsel im Finale nichts anhaben. Nachdem sich Karl gegen Aaron March (ITA), seinen ÖSV-Teamkollegen Fabian Obmann und den späteren Dritten Gian Casanova (SUI) durchgesetzt hatte, entschied er auch das große Finale gegen Gaudet um 0,27 Sekunden für sich.
„Ich wollte vor den Olympischen Spielen noch unbedingt ein Rennen gewinnen, um eine Bestätigung zu haben, dass ich schnell bin. Daher gibt mir dieser Sieg extrem viel. Mir hat es auch nichts ausgemacht, dass ich bei meinen Läufen hin- und hergeschickt wurde und ich den Kurs nie aussuchen konnte. Mir sind die Verhältnisse heute sehr entgegengekommen. Es war superschwer zu fahren, der Kurs schnell gesetzt und die Piste hart – alles so, wie es mir taugt“, sagte Karl, der mit seinem dritten Podestplatz in dieser Saison nach zweiten Rängen in Mylin (CHN) und Cortina (ITA) auch die Führung im PGS-Weltcup übernommen hat.
Christoph Karner fehlte gegen den Deutschen Yannik Angenend im Viertelfinale der Hauch von einer Hundertstelsekunde zum Aufstieg, mit Rang sechs unmittelbar vor Alexander Payer (Viertelfinal-Out gegen Gaudet) und Fabian Obmann (Viertelfinal-Aus gegen Karl) legte der Steirer als zweitbester Österreicher dennoch eine Talentprobe ab. Arvid Auner (12.) erreichte ebenfalls die Top-16 und hatte in der Auftaktrunde gegen Payer das Nachsehen. Die Platzierungen der weiteren Österreicher: 19. Andreas Prommegger, 31. Matthäus Pink, 35. Dominik Burgstaller. Julian Treffler blieb ohne Wertung.
Bei den Damen landete Martina Ankele nach dem Startverzicht von Sabine Payer und dem Aus von Claudia Riegler (28.) im zweiten Quali-Lauf als beste Österreicherin auf Rang 16. Miriam Weis wurde unmittelbar vor Carmen Kainz 25. Es siegte die Deutsche Ramona Hofmeister vor der Polin Aleksandra Krol-Walas und der Japanerin Tsubaki Miki.
Das weitere Programm:
Sonntag, 18. Jänner 2026:
07.45 Uhr: Qualifikation Damen und Herren
11.45 Uhr: Finale der Top-16-Damen und der Top-16-Herren
TV-Hinweis:
ORF ON zeigt den Weltcup-Parallelriesentorlauf in Bansko am Sonntag, 18.1.2026, ab 11.40 Uhr LIVE! Auf ORF SPORT+ gibt es ab 12.15 Uhr LIVE-Einstiege!